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Autoren sind uns vor allem schriftlich bekannt – wir lesen das, was sie geschrieben haben, oder auch das, was über sie geschrieben wurde. Manche kennen wir aus dem Fernsehen oder aus dem Radio. Wir hatten jetzt allerdings die Chance, einen Autor in freier Wildbahn kennenzulernen – ganz ohne die Barriere des geschriebenen Wortes. Wobei wir natürlich über ebenjenes gesprochen haben!

Angereist mit Bahn und Bus kam Lukas Pellmann in unserer kleinen feinen Buchhandlung in Kirchschlag eines montagnachmittags an. Die nächsten Stunden waren von Kaffee, Kuchen und spannenden Gesprächen geprägt. Lukas Pellmann, der 1989 mit seiner Familie von Deutschland nach Österreich kam, hat seinen jüngsten Krimi „Tod am Neusiedler See“ im heurigen Sommer im Emons Verlag veröffentlicht.

Kaffee und Kuchen mit Lukas Pellmann
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Im Gegensatz zu seinen bisherigen Büchern spielt sein jüngstes Werk, wie der Name schon sagt, am Neusiedler See – genauer in Rust. Warum eigentlich in Rust? U.a. war die Urlaubsplanung schuld! Das „Meer der Wiener“ wurde als österreichische Alternative zu Nord- und Ostsee kurzerhand zum Urlaubsdomizil erklärt. Außerdem hatte Pellmanns kleiner Sohn in einem Stickerheft eine Doppelseite zum Neusiedlersee und den Storch für sich entdeckt. Ein Glücksfall, wie sich zeigen sollte. Für den Autor kristallisierte sich das Burgenland mehr und mehr als die ideale Krimi-Kulisse heraus. Die Geschichte des Burgenlands als jüngstes Bundesland, die Nähe zu Ungarn, der Steinbruch, der für die Geschichte essenziell war – all diese Dinge machten diese Region zum idealen Schauplatz. Nur was ist in Rust eigentlich im November los, in jener Zeit zwischen Weinfeste und Adventmarkt? Denn genau in dieser tristen, nebligen Zeit, in der die Natur innehält, sollte der Krimi spielen. Für seine Recherchen verbrachte Pellmann immer wieder Zeit in Rust. Über eine Region zu schreiben, ohne sie näher zu kennen, das kam für Pellmann nie in Frage. Mit viel Liebe zum Detail beschreibt er in seinem Buch den Ort und seine Umgebung. Und doch gibt es eine Erfindung in diesem Buch. Etwas, das nicht zu Rust gehört: Und zwar das Fest zur Leopoldinacht! Das Fest basiert auf der sogenannten Philippinacht, einem Brauchtum in Salzburg, in der ursprünglich die Männer des Dorfes Dinge, die herumliegen gelassen wurden, zur Schande der Eigentümer am Kirchplatz stapelten. Das Leopoldi-Fest brauchte es jedoch für die Story, weshalb das Brauchtum kurzerhand ins Burgenland verpflanzt und angepasst wurde.

Und wie kam der Protagonist zu dem prominenten Namen Nikolaus Lauda? Die Antwort war kurz und knapp: Es gibt keine. Der Name kam im Schreiben, passt aber in die Region, die als Laudas Geburtsort gewählt wurde.
Die österreichischen Wurzeln der Hauptperson, der Aufenthalt in Deutschland und seine Rückkehr nach Österreich erinnern an Pellmanns eigene Biografie. Auch wenn der heute in Wien lebende Autor in Deutschland geboren wurde, so ist er doch halb Österreicher. Die Spitzen, die der Protagonist im Buch über sich ergehen lassen muss, weil er Deutscher ist, könnten also durchaus aus der eigenen Erfahrung des Autors stammen. Pellmann selbst meint, ein bisschen etwas von sich selbst steckt doch immer in den Figuren.

Wie lange braucht es eigentlich einen Krimi wie diesen auf Papier zu bringen und dann nochmals in Buchform in den Buchhandlungen stehen zu sehen? Lukas Pellmann hat etwa zwei Jahre mit „Tod am Neusiedler See“ verbracht. Er selbst hat sich immer wieder ein paar Monate Pause genommen, um mit der nötigen Objektivität wieder ans Werk gehen zu können und der Betriebsblindheit keine Chance zu lassen. Die schriftliche Rohfassung an sich benötigte etwa ein halbes bis dreiviertel Jahr. Pellmann hat zudem Testleser, denen er seinen Krimi vorab vorlegte. Das Buch selbst war, ebenso wie sein Podcast „donaukanal“, ein positiver Outcome der Corona-Zeit, da er hier die Zeit fand, seine Ideen zu Papier zu bringen.

Fun Fact zum Abschluss:
Um sein Buch zu promoten, wählte Lukas Pellmann Ansichtskarten, die der Protagonist den Buchhändlern Österreichs persönlich aus Rust schrieb. Oder eigentlich vielmehr die Frau von Lukas Pellmann, die aufgrund ihrer leserlichen Handschrift jede Karte einzeln schreiben durfte/musste.

3 kurze Fragen an Lukas Pellmann

Wollt ihr noch ein bisschen mehr zu Lukas Pellmann und seinem Buch erfahren? Wir haben drei kurze Videos für euch, in denen der Autor erklärt, weshalb es das Genre Krimi geworden ist, wie es mit Lauda, Bella und dem Neusiedler See weitergeht und wie er seine Recherchen zu Rust angelegt hat.

Frage 1

Warum Krimis?

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Frage 2

Wie liefen die Recherchen?

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Frage 3

Wie geht’s weiter?

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Tod am Neusiedler See
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Tod am Neusiedler See

von Lukas Pellmann

Spannende Krimilektüre mit Witz und Wein.Auf der Flucht vor einem deutschen Mafiaclan versteckt sich der ehemalige Polizist Nikolaus Lauda in Rust am Neusiedler See. Doch statt eines sicheren Rückzugsorts warten dort neue Probleme auf ihn. In einem nahe gelegenen Steinbruch wird die Leiche einer Journalistin gefunden, und für die örtliche Polizei steht fest: Lauda ist in den Fall verwickelt. Um seine Unschuld zu beweisen, stellt er eigene Ermittlungen an. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn auch die Mafia kommt ihm wieder auf die Spur …

ISBN-13: 978-3-7408-1523-3
Emons-Verlag
14,40€

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